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Faszination Schwertlilie

Bild © Café Merian
Schwertlilien in den Merian Gärten
 

Faszination Schwertlilie

►Artikel von Christian Rieder

 

Es war der Grundstein für die heutige, einmalige Sammlung, damals 1969, als Helene von Stein, geborene Gräfin von Zeppelin, ihren wertvollen Schatz seltener pflanzlicher Kostbarkeiten dem Botanischen Garten Brüglingen schenkte, ihre Sammlung alter Schwertlilien resp. Iris. Und diese Sammlung gehört zu den absoluten Prunkstücken des Botanischen Gartens. Immer im Mai stehen 1'500 Sorten in Hochblüte.

 
 

Derzeit stehen die Schwertlilien in Hochblüte!

 
 

Es gibt wohl kaum eine Zeit im Jahreslauf, in der nicht irgendeine der unzähligen Irisarten blüht. Im Mai aber, ja im Mai da ist Hochblüte bei den Schwertlilien – oder von der Zunft der begeisterten Gartenfreunde eben auch liebevoll Iris gerufen, in Anlehnung an die der griechischen Mythologie entsprungen Göttin Iris, ihres Zeichens die Personifikation des Regenbogens.

 

In der Natur kommen rund 200 Irisarten vor, die über die gemässigte Zone der nördlichen Erdhalbkugel von Amerika bis Japan zu finden sind. Ungefähr 120 dieser Wildarten wachsen im Steingarten und bei der markanten Ölweide der Merian Gärten (Botanischer Garten Brüglingen). Ihrer bezaubernden Schönheit wegen werden die Schwertlilien aber seit alters her angebaut und gezüchtet. Die Kreuzungen sind derart zahlreich, dass die jeweiligen Stammeltern oft nur schwer und in ach so vielen Fällen sogar überhaupt nicht mehr feststellbar sind. Dazu kommt, dass Schwertlilien dazu neigen, sehr schnell zu verwildern und so sehr schnell das Gebaren wild wachsender Pflanzen annehmen. So stellen wir uns in Europa gerne die Frage, wo Iris eigentlich wild wachsen.

 

Für die Gartenfreunde spielt selbstverständlich die sogenannte Bart-Iris mit ihren meist sehr grossen Blüten die herausragende Rolle, wobei die wohl bekannteste Art die Deutsche Schwertlilie (Iris germanica) ist, gerne auch Ritter-Schwertlilie genannt, eine uralte Züchtung aus der Gruppe der hohen Bart-Iris. Als Zauberpflanzen wurden diese Schwertlilien zur Feindabwehr einst auf Burgfelsen gepflanzt und bei Belagerungen ausgegraben und zur eigenen Burg verschleppt (womit es übrigens, auch ungewollt, immer wieder zu spannenden Kreuzungen gekommen ist).

 

Seit man in den 1920er Jahren mit der intensiven Züchtung begonnnen hat, ist die Vielfalt von Formen und Farben ins schier Unermessliche gestiegen, und noch immer mehrt sich die Pracht jährlich um sagenhafte rund 500 neue Sorten! Derweil gibt es aber derart viele Bart-Iris-Sorten, dass diese selbst von Kennern kaum noch zu überblicken sind.

 

Und gerade aufgrund dieser Problematik pilgern im Mai die Schwertlilienfaszinierten in Scharen in den Botanischen Garten Brüglingen resp. in die Merian Gärten, zu welchem dieser heute gehört, wenn rund 1500 Bart-Iris-Sorten auf der grossen Rasenfläche in voller Blüte stehen. Eine der ganz Grossen Iris-Sammlerinnen war Helene von Stein, geborene Gräfin von Zeppelin, einer Grossnichte des bekannten Luftschiff-Pioniers, die 1926 das Weingut Meierhof von ihrer Grossmutter erbte und nach dem Gartenbaustudium in Berlin-Dahlem eine Gärtnerei in Sulzburg-Laufen, zwischen Basel und Freiburg im Breisgau, gründete. Helene von Stein schenkte ihre jahrelang angelegte und durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges gerettete Privatsammlung dem Botanischen Garten Brüglingen. Die laufenden Pflegearbeiten und das stetige Verpflanzen waren für den Betrieb nicht mehr zu bewältigen. Zudem stiess man mit dem benötigen Platz an die Grenzen. Damit der Bestand dieser mühsam aufgebauten Sammlung nicht gefährdet wurde, entschloss sich Helene von Stein eben, die Sammlung in verantwortungsbewusste und kompetente Hände zu übertragen. Heute wäre es schlicht nicht mehr möglich, dieses reiche Pflanzenmaterial zusammenzutragen, denn viele der Pflanzen sind botanische Raritäten, die sonst nirgends mehr vorkommen, alte Sorten eben, Stammeltern wohl unzähliger heutiger Sorten – für den geneigten Züchter von unschätzbarem Wert! Die Gärtnerei «Gräfin von Zeppelin» aber gibt es bis heute, geführt nach wie vor von der Familie.

 

Die Iris, resp. die Schwertlilie, kennen wir in Basel aber auch in ganz anderem Zusammenhang: Als heraldisches Symbol der E.E. Zunft zu Safran. Die Zunft der Krämer (Händler) benannte sich nach dem Safran (Crocus sativus), einer Krokus-Art, aus deren im Herbst erscheinenden violetten Blüten die Stempel als Gewürz gewonnen werden, der Safran eben. Es handelt sich dabei um ein äusserst wertvolles Gewürz. Zur Zeit der Gründung der Zunft zu Safran im 14. Jahrhundert (mit Wurzeln wohl im 13. Jahrhundert) war der Safran, zusammen mit Ingwer und Pfeffer, etwas vom Teuersten überhaupt, was man als Spezereien erstehen konnte. Und die Safran-Pflanze ist nichts weniger als eine Schwertlilie.

 

Der Safran war also als Handelsware ausserordentlich bedeutsam, so bedeutsam wohl, dass man nicht nur die Zunft nach ihm benannte, sondern auch das Zunfthaus und gleich auch noch die Blüte ins Zunftwappen aufnahm. Klingt gut und klingt ziemlich bescheiden. Den Safran im Wappen zu tragen, OK – sich dabei aber der heraldisch stilisierten Lilie zu bedienen hat dann aber mit Bescheidenheit gerade überhaupt nichts mehr zu tun. Lilien in der Heraldik gelten nämlich als Symbol für nichts weniger als für die Reinheit und Unschuld. Sie verstehen sich als Sinnbild der Heiligen Maria und jener Menschen, die sich dem Patronat der Gottesmutter unterstellen. Denken Sie nur mal an die Könige von Frankreich, an die Fleur-de-Lys. Den Gründern der E.E. Zunft zu Safran wird das bekannt gewesen sein. Haben wir es hier mit mächtigen Herren zu tun, die in der Marien-Stadt Basel eine Zunft gründen und bald den alten Stadtadel und den Bischof aus der Stadt drängen werden? Wie dem auch sei, der Blütenpracht im Botanischen Garten tut dies keinen Abbruch! 

 

Weitere Informationen

Besuch der Iris-Hochblüte (Mai) in den Merian Gärten

 

Jeweils im Mai stehen rund 1'500 Iris-Sorten in Hochblüte und sind in den Merian Gärten (Botanischer Garten Brüglingen) zu bestaunen. Sie finden die Schwertlilien auf der grossen Wiese, zwischen der Museumsscheune (ehemaliges öffentlich zugängliches Kutschenmuseum) und der Villa Merian. 
 
► Detailinformationen zu den Merian Gärten

 

Privatführungen in den Merian Gärten mit Apéros und Banketten in der Villa Merian

 

Erleben und geniessen in einem Paket: Die Spezialisten von Visit Basel bieten für private Gruppen und Gesellschaften Führungen durch die Merian Gärten in Kombination mit einem Apéro und einem stilvollen Bankett in der Villa Merian an, welche dafür (am Abend) für Ihre Gesellschaft exklusiv reserviert ist. 

 

►  Tagespaket: «Sommertag in den Merian Gärten» (direkter Link)

►  Abendpaket: «Sommer in den Merian Gärten» (direkter Link)

►  Abendpaket: «BBQ-Sommerfest in den Merian Gärten» (direkter Link)

 

Schwertlilien für Ihren Garten

 

Selbstverständlich empfehlen wir für den Kauf von Schwertlilien die «Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin» an der Weinstrasse 2 im badischen Sulzburg-Laufen. Hier wird das unglaubliche Sortiment von 2’500 Arten und Sorten winterharter Gartenstauden mit Schwerpunkt auf Prachtstauden angeboten, aber auch ein Spezialsortiment, zum Beispiel 300 Sorten Hemerocallis (Taglilien), 200 Sorten Paeonien (Pfingstrosen) und 60 Sorten Papaver orientale (Türkenmohn), wovon es sich bei vielen um Eigenzüchtungen handelt. Ja dann gibt es natürlich die Iris: Unglaubliche 500 Schwertlilien-Sorten sind hier im Angebot.

 

► Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin (direkter Link)

 
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