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Aktuell: CYCLOPE bis September 2014

► Artikel von Christian Rieder

 

CYCLOPE Basel • Hommage an Jean Tinguely
 
Der Zyklop ist da! Im Juli 2014, feierte das Openair-Spektakel der Sonderklasse, CYCLOPE, in Basel Premiere. Ein einmaliges Erlebnis unter freiem Himmel erwartet die Baslerinnen und Basler, aber auch all jene, die aus weitem Umkreis in unsere Stadt pilgern, um das verrückte Spektakel, das frei nach Jean Tinguely interpretiert ist, zu sehen. CYCLPOE findet in einer spannend-urbanen Gegend Basels statt, am Klybeckquai. Vor gut zwei Jahren wurde im Sinne einer initialen Massnahme mit der Umgestaltung des über ein Kilometer langen Quais entlang der heutigen Uferstrasse begonnen. Sukzessive wird das Gelände nun als neuer Freiraum der Öffentlichkeit übergeben. Und genau hier geht das Openair-Spektakel über die Bühne! Und besser als hierher könnte es auch gar nicht passen, denn Schauplatz ist ein verlassener Vergnügungspark. Die Überreste einer Achterbahn liegen da, ein Karussell rostet vor sich hin, Schaubuden verwahrlosen, die Verzierungen verblassen. Eine geheimnisvolle Stimmung liegt über dem Gelände. Man scheint das Lachen und die Musik der vergangenen Zeit zu hören. Es ist das Reich der melancholischen Poesie, der Träume aus Zuckerwatte und zerplatzten Seifenblasen und der Erinnerung an sprühendes Leben. Und dann plötzlich beginnt sich das Karussell wieder zu drehen …! Jetzt ist also alles bereit für die erwarteten 60'000 Zuschauer diesen Sommer, die gewaltige, 17 Meter hohe Bühne und eine Tribüne für 1’000 Personen stehen. Die Akrobaten, Tänzer, Luftartistiker, Pantomime, Clowns und Musiker sind eingetroffen, bereit, Jean Tinguely die Referenz zu erweisen! ► Artikel lesen und Infos anschauen

 

Aktuell: Neue Stadtführung

► Programmhinweis von Christian Rieder

 

Basel im Ersten Weltkrieg

  
«Basel im Ersten Weltkrieg», so heisst die neue Stadtführung der VISIT BASEL Militärgeschichts-Experten. Pünktlich zum bedeutsamen 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs kam dieser neue Rundgang ins Programm, denn der Erste Weltkrieg war für Basel viel einschneidender, als so manche zu wissen glauben. 
  
Die Sozialisten versuchten die Katastrophe noch zu verhindern. Es roch bereits regelrecht nach Krieg, als im November 1912 die Sozialistische Internationale eiligst zum Basler Friedenskongress rief. Die Konflikte zwischen den europäischen Grossmächten spitzen sich krisenhaft zu. Auf dem Balkan hat es eben bereits gekracht. Es galt, einen drohenden Krieg zu verhindern. Man versuchte, Einfluss zu nehmen, um die Gegensätze zwischen Deutschland auf der einen und Grossbritannien sowie Frankreich auf der anderen Seite auszugleichen. Dadurch würde, so hoffte man, die Position des Zaren, der diesen Gegensatz instrumentalisieren würde, geschwächt. Auch würde ein Angriff von Österreich-Ungarn auf Serbien verhindert werden. Anwesend waren bei der zweitägigen Konferenz in Basel 555 Delegierte aus 23 Ländern. Deutschland entsandte 75, die Böhmischen Länder 70 und Österreich 59 Delegierte. Aus Russland waren 36 Vertreter unterschiedlicher Gruppierungen anwesend. Getagt wurde in der Burgvogtei, im heutigen Volkshaus. Die eigentliche Friedenskundgebung fand aber im Münster statt, resp. auf dem Weg vom Klein- ins Grossbasel. Es sollte die grösste Friedensdemonstration werden, die der Kontinent je gesehen hatte. Aber es war zu spät. Der Krieg liess sich nicht mehr abwenden.
 
Der Krieg hatte sich lange angekündigt. Und trotzdem wurden die meisten Nationen von seinem Ausbruch überrascht. Was Basel betrifft, so wurde die Stadt vom Ersten Weltkrieg völlig unvorbereitet getroffen. Eiligst wurde mobil gemacht. Die damals noch offenen Grenzen zu Deutschland und zum damals ebenfalls deutschen Elsass verbarrikadiert. Die Brücken wurden vermint. Was heute schwer zu verstehen ist: Der Ausbruch des Krieges und die Mobilmachung lösten in Basel erst Mal eine feierliche Euphorie aus. Was andern Orts noch länger mit zynischem Humor auf die leichte Schulter genommen wurde, verwandelte sich in Basel jedoch sehr schnell in allgemeine Bestürzung. Basel erlebte einen beispiellosen Andrang von Menschen, die durch die Stadt reisen mussten: Stellungspflichtige zogen an die Grenzen, Zehntausende italienischer Flüchtlinge strebten der Heimat zu, Feriengäste aus aller Welt reisten fluchtartig nach Hause. Vom Bahnhof Leopoldshöhe bei Weil am Rhein aus wurden deutsche Truppen in die Aufmarschgebiete verfrachtet, während die französische Armee in den Sundgau eindrang. Nicht nur militärisch vom Krieg überrascht, musste Basel unmittelbar auf den zusammengebrochenen Verkehr reagieren und gleichzeitig Abertausende, Zehntausende, Flüchtlinge versorgen.   
 
Schnell wurde die Region von Kriegslärm erfüllt, Basel wurde zum Handelsplatz von Gerüchten. Militärisch befand es sich im Niemandsland. Die französische Offensive konzentrierte sich auf Mülhausen, die deutsche Verteidigungslinie zunächst auf die Festung Istein, und die schweizerische Verteidigung gruppierte sich um den Hauenstein. Zwar war die Armeepräsenz in der Stadt gross, Basel wäre im Angriffsfall aber nicht verteidigt worden. Für die Stadt war das alles sicher nicht einfach, denke man nur daran, dass die auf grauenhafte Weise tobende Westfront nur wenige Kilometer vor der Stadt lag. Und es war nicht einfach, da man viel Mitgefühl fürs geschundene Elsass hatte. Die Industrie hingegen – und Basel war schon damals eine äusserst wichtige Industriestadt – profitierte vom Krieg. Oder sagen wir besser: Einige profitierten; die Reichen wurden reicher, die Armen ärmer. Und gerade bei den schlecht Bemittelten breitete sich schnell der Hunger aus. Die Versorgungslage Basels, der Stadt, die kein landwirtschaftliches Hinterland (mehr) besass, spitzte sich zu. Das Elsass und die badischen Gebiete, stets für die Versorgung Basels von zentraler Bedeutung, waren abgeschnitten. Die stockende Lebensmittelversorgung wie auch die zunehmende  Verschärfung der sozialen Gegensätze in unserer Stadt wurden zum massiven Problem. Die Lage spitzte sich so weit zu, dass die Schweiz – und nicht nur Basel – auf die Kunde des Waffenstillstands vom 11. November 1918, also vom Ende des Ersten Weltkriegs, schliesslich nicht mit Jubel, sondern mit dem Generalstreik 1918/19 antwortete.
  
Die VISIT BASEL Militärgeschichts-Experten, allen voran Benoît Hilber, den viele von der Führung zum Zweiten Weltkrieg kennen, führen durch die Stadt, die mit dem Ersten Weltkrieg zerrissen wurde. Die Experten gehen der Frage nach, wie Basel auf den La Grande Guerre, wie unsere französischen Nachbarn den Ersten Weltkrieg nennen, reagierte. Wo befinden sich die im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg historisch bedeutsamen Punkte in unserer Stadt? Und was sehen wir noch heute von dem, was uns erinnern sollte, aber es in der Regel nicht tut? «Basel im Ersten Weltkrieg» ist eine Stadtführung, die die Augen öffnen soll, uns erinnern soll an die Zeit des Grossen Krieges, uns für anderthalb Stunden zurückversetzen will in einen bedeutsamen Abschnitt unserer Geschichte, über den wir nach nunmehr hundert Jahren vielleicht zu wenig wissen, viel zu wenig.   
 
An ausgewählten Terminen steht die Führung im öffentlichen Programm. Für diese Termine mit Benoît Hilber kann man sich auch als Einzelperson anmelden. Die Führung wird aber auch für private Gruppen angeboten, als Stadtführung alleine oder als ganzes Tages- und Abendpaket, also inklusive anschliessendem Mittag- resp. Abendessen. Alle Informationen stehen ab sofort auf der Website von VISIT BASEL zur Verfügung.
 
► Detailinformationen Stadtführung «Basel im Ersten Weltkrieg»